Mit schwerem Herzen: Absage unseres Radrennens
Manche Entscheidungen brechen einem das Herz.
Diese ist eine davon.
Das geplante Radrennen „Konstanzer City Crit“ am 19.04.2026 im Herzen von Konstanz kann in der ursprünglich vorgesehenen Form nicht stattfinden. Diese Nachricht trifft uns tief, denn in diesem Projekt stecken Leidenschaft, Überzeugung und unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit.
Ein Projekt voller Herzblut
In den vergangenen Monaten haben insbesondere unser FCCler Stefan Scheuermann sowie vom VMC Konstanz Christoph Gutjahr mit außergewöhnlichem Engagement an der Vorbereitung gearbeitet. Gespräche mit Partnern, Streckenplanung, Sicherheitskonzepte, Detailabstimmungen und mit enormem persönlichem Einsatz wurde dafür gekämpft, ein Rennen in der Stadt Konstanz auf die Beine zu stellen, das dem Radsport in unserer Fahrradregion eine echte Bühne gibt.
Was hier gewachsen ist, war weit mehr als eine Sportveranstaltung.
Es war eine Vision. Ein Event, das Menschen verbindet, Nachwuchs begeistert und den Radsport sichtbar macht.
Umso schmerzhafter ist es, dieses Projekt nun vorerst stoppen zu müssen.
Fehlende Unterstützung macht Durchführung unmöglich
Auslöser ist die kurzfristige Absage einer zuvor mündlich zugesagten fünfstelligen finanziellen Unterstützung durch öffentliche Stellen. Diese Mittel waren entscheidend, um die erheblichen Kosten zu decken, die unmittelbar aus behördlichen Auflagen entstehen. Insbesondere für Lkw-Sperren, Streckensicherung, Verkehrskonzepte und weitere sicherheitsrelevante Maßnahmen.
Gerade vor dem Hintergrund, dass die Region offiziell als Fahrradstandort positioniert wird und unsere Veranstaltung zu den wenigen sportlichen Großereignissen im innerstädtischen Bereich gezählt hätte, wird diese Entwicklung mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.
Zusätzliche kurzfristige Auflagen und weitere Mehrkosten haben die Situation weiter verschärft. Als Verein – nicht als wirtschaftliches Unternehmen – sind wir verpflichtet, finanzielle Risiken verantwortungsvoll abzuwägen. Unter diesen Rahmenbedingungen kann die Veranstaltung nicht in der Qualität und Professionalität umgesetzt werden, für die wir stehen und die wir unseren Sponsoren und Teilnehmenden zugesagt haben.
Qualität, Verlässlichkeit und Verantwortung sind für uns nicht verhandelbar.
Fantastische Resonanz unserer Partner
Was diese Entscheidung besonders schwer macht, ist die überwältigende Unterstützung unserer Sponsoren und neuen Partner. Die Resonanz war beeindruckend und geprägt von Vertrauen, Begeisterung und echtem Interesse am Radsport in unserer Region.
Ein besonderer Dank gilt Decathlon Konstanz, die uns mit Offenheit, Tatkraft und echter Partnerschaft begleitet haben. Dieses Engagement zeigt, welches Potenzial in diesem Projekt steckt.
Dafür sagen wir von Herzen: Danke.
Verantwortung vor Emotion
Diese Absage ist kein Zeichen fehlender Professionalität, sondern Ausdruck genau dieser. Unser Anspruch ist es, ein Rennen auf hohem sportlichem und organisatorischem Niveau durchzuführen. Wenn das unter den gegebenen Umständen nicht gewährleistet werden kann, bleibt nur dieser schmerzhafte, aber verantwortungsvolle Schritt.
Die Enttäuschung ist groß. Für viele von uns war dieses Rennen längst mehr als ein Termin im Kalender.
Es war eine Herzensangelegenheit.
Blick nach vorne
Derzeit wird geprüft, ob ein Termin im Jahr 2027 realisierbar ist und ob sich gegebenenfalls ein anderer Austragungsort findet, an dem kooperativere und verlässlichere Rahmenbedingungen gegeben sind. Dieses Projekt wird nicht leichtfertig aufgegeben, zu viel Engagement, Energie und Unterstützung sind damit verbunden.
Wir hoffen weiterhin auf das Vertrauen unserer Partner, Mitglieder und der gesamten Radsport-Community.
Der Radsport am Bodensee verdient eine Bühne.
Und wir sind überzeugt: Diese Bühne wird kommen.